Ein Feld ist eine kartierbare Umgebung mit klarer Geometrie und wiederkehrender Arbeit — und damit einer der naheliegendsten Fälle für ein unbemanntes Fahrzeug überhaupt.
Die mechanische Unkrautregulierung gewinnt an Bedeutung, weil chemischer Pflanzenschutz zurückgefahren wird. Hacken ist aber genau die Arbeit, die viele Stunden auf immer derselben Spur bindet — im ökologischen Anbau und in Sonderkulturen häufig als Handarbeit.
Gleichzeitig fehlen die Leute dafür. In Sonderkulturen ist Saisonarbeit der Engpass, nicht die Fläche. Wer nicht genug Hände hat, lässt Blöcke stehen oder greift doch wieder zur Spritze.
Dass Feldrobotik hier ansetzt, ist keine These mehr: Autonome Hacktechnik wird in Praxisversuchen erprobt und bewertet, und die ersten Geräte arbeiten produktiv.
Für das Hacken in Reihenkulturen gibt es spezialisierte Feldroboter, die genau dafür gebaut wurden. Der FarmDroid FD20 gilt in Deutschland als Marktführer, sät und hackt solarbetrieben und navigiert per RTK-GPS; Naio Technologies bietet mit Oz und Jo Geräte für Gartenbau und Reihenkulturen an. Diese Maschinen sind leicht — unter 800 Kilogramm — und schonen damit die Bodenstruktur.
Dagegen treten wir nicht an. Wer eine Fläche in Reihenkultur hacken will und sonst nichts, findet dort das passendere Gerät.
Eine Kettenplattform kommt dort ins Spiel, wo mehr verlangt ist als eine Hackspur: Zugkraft und Traktion auf weichem oder nassem Boden, Nutzlast für schwerere Geräte und Behälter, Hangneigung im Rahmen der Spezifikation — und die Möglichkeit, dieselbe Plattform außerhalb der Saison für andere Aufgaben zu nutzen.
Hacken, Striegeln, Mähen zwischen Reihen — dort, wo Traktion und Gerätegewicht über das Ergebnis entscheiden. In Sonderkulturen mit Gassen, in denen ein Schlepper zu breit oder zu schwer ist.
Erntegüter, Kisten, Material und Wasser über weiche Böden bewegen — ohne dass ein schweres Fahrzeug die Fläche befahren muss. Ab PALLAS.150 im Palettenmaß.
Kameras und LiDAR liefern auf derselben Überfahrt Daten zu Bestand, Lücken und Bewuchs — aus Bodenhöhe und damit anders als aus der Luft.
Bodenverdichtung ist kein Nebeneffekt, sondern ein Ertragsthema — und sie ist schwer wieder rückgängig zu machen. Genau deshalb argumentieren Feldroboter mit ihrem geringen Gewicht: Wer deutlich leichter ist als Schlepper und Anbaugerät, schont die Bodenstruktur.
Ein Kettenlaufwerk verteilt die Last zusätzlich auf eine größere Aufstandsfläche als ein Rad. Das ist der eigentliche Grund, warum diese Bauform in der Fläche funktioniert — nicht die Geländegängigkeit allein.
Ehrlich bleibt aber: Mehr Nutzlast heißt mehr Gewicht. Eine größere Baugröße, die ein schwereres Gerät trägt, ist kein Leichtgewicht mehr. Welche Baugröße auf Ihre Böden passt, ist deshalb eine Rechnung und keine Geschmacksfrage.